Begegnungsabend

  • Geschrieben von Reinhold Baier
  • 25 Feb

Im Rahmen eines Begegnungsabends bedankte sich Pfarrer Josef Göppinger im Würzinger-Saal bei den zahlreichen ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, bei Pfarrsekretärin Sybilla Käsbeitzer, Kaplan P. Justin, Diakon Frater Stephan und bei Vorgänger Pfarrer i.R. Konrad Bittmann, die das ganze Jahr über dazu beitragen würden, „dass wir würdig und feierliche Liturgie feiern können.

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Gottesdienst ist neben dem Menschendienst unser Kerngeschäft.“ Während Bürgermeister und stellv. Pfarrgemeinderatsvorsitzender Michael Klampfl sich als Schankkellner einbrachte, musste Feuerwehrkommandant und Mesner Alois Schmid zu einem Küchenbrand in Außerrötzing ausrücken.

Ob Martin Luther seine 95 Thesen wirklich am 31. Oktober 1517 an die Wittenberger Kirche genagelt hat, lasse sich historisch nicht mehr genau eruieren. Fakt sei, dass mit diesem Datum „die Reformation ins Rollen kam und zur leidvollen Kirchenspaltung führte.“ Über viele Jahrhunderte hätten sich beide Kirchen „gegenseitig bekämpft, diffamiert und des Irrglaubens bezichtigt. Heute gehen beide Kirchen erneut aufeinander zu und stellen gemeinsam fest, dass sie mehr verbindet, als sie voneinander trennt“, sagte Pfarrer Josef Göppinger zu Beginn des Begegnungsabends. Er verwies auf einen „historisch einmaligen Buß- und Versöhnungsgottesdienst am Samstag, 11. März, in Hildesheim. Auch im Pfarrverband Schöllnach wolle man am selben Tag einen ökumenischen Bußgottesdienst in der Schöllnacher Pfarrkirche feiern.

Der Pfarrer von Schöllnach, Riggerding und Außernzell hielt am Reformer fest: Martin Luther habe neben anderen Reformen vor allem auch das sogenannte „Allgemeine Priestertum aller Gläubigen“ betont. „Diese Lehre wurde von der Katholischen Kirche aus gutem Grund im Zweiten Vatikanischen Konzil übernommen.“ Jesus Christus wolle alle Menschen „zu einem Volk zusammenführen.“ Im Konzilsdokument heiße es, dass alle getauften und gefirmten Christen Anteil am Priestertum Jesu Christi hätten. „Die Gläubigen wirken kraft ihres königlichen Priestertums an der eucharistischen Darbringen mit und üben ihr Priestertum aus im Empfang der Sakramente, im Gebet, in der Danksagung, im Zeugnis eines heiligen Lebens, durch Selbstverleugnung und tätige Liebe.“ Soweit das Konzil. Pfarrer Josef Göppinger: „Entscheidend ist zu sehen, dass alles ehrenamtliche Engagement in diesem allgemeinen Priestertum aller Gläubigen seinen Ursprung und seine Zielsetzung hat.“

Damit war der Geistliche bei seiner großen „Dankesrunde“ angelangt: Ein Vergelt’s Gott ging an die Kirchenschmückerinnen, den Gartenbauverein, Mesnerfamilie Schmid, Ministrantinnen und Ministranten, Lektoren, Kommunionhelfer, Organist und Chorleiter Franz Schmid, Kirchenpfleger Albert Ritzinger und der Kirchenverwaltung, Pfarrgemeinderatsvorsitzender Gabi Geier und dem Pfarrgemeinderat, Kindergartenbeauftragten Alois Frank, Kindergartenleiterin Christiane Loibl, der Katholischen Landjugend, dem Katholischen Frauenbund, dem Caritasverein und für „die stillen und leisen Wasserträgerdienste, die im Hintergrund oft unsichtbar geschehen.“

 

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